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Deutsche Kolonialherrschaft auf der Bühne

Performanz und 'hate speech' in Kum'a Ndumbes III. Dokumentarstück Ach Kamerun! Unsere alte deutsche Kolonie...


Die Theaterstücke des kamerunischen Autors Kum'a Ndumbe III. sind erst seit einigen Jahren einem breiten deutschsprachigen Publikum zugänglich. Während er in Deutschland als Politologe durch seine Publikationen unter anderem zu deutscher Kolonialpolitik bekannt ist, fanden seine in deutscher Sprache zwischen 1967 und 1970 entstandenen Theaterstücke keine Beachtung bei deutschen Verlagen: „Ich schrieb mein letztes Theaterstück in deutscher Sprache im Jahre 1970. Dann hörte ich auf. Es war kein Echo da. Alle meine Versuche bei deutschen Verlegern blieben ohne Erfolg." Der mittlerweile in Lyon studierende Kum'a Ndumbe III. schrieb nun verstärkt auf französisch und veröffentlichte bei dem Verleger Jean Pierre Oswald, Paris in der Reihe Théâtre africain.

Erst die Veröffentlichung seiner Texte rund 40 Jahre nach ihrer Entstehung im kamerunisch-deutschen Verlagsnetzwerk AfricAvenir/Exchange & Dialogue führte zur Etablierung seiner Texte auf dem deutschen Buchmarkt. Sprachwechsel hauptsächlich zwischen Deutsch, Französisch, Englisch und Duala changierend markieren unter anderem Zäsuren in Kum'a Ndumbes III. Biographie als Schriftsteller. Die mangelnde Resonanz in Deutschland korrespondiert mit einer Verabschiedung vom Deutschen: „Obwohl ich mich an dieser Sprache so sehr erfreue, hat mein Unterbewusstsein das Deutsche als Medium meines schöpferischen Ausdrucks ausgeräumt."

 

 


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